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Wochenbarometer
19.09.2014

Die Renditen von Staatsanleihen ziehen weiter an. Die Märkte setzen in den USA weiterhin auf eine vorzeitige Straffung und in der Eurozone auf eine Lockerung der Geldpolitik.

Das Liquiditätsprogramm der Europäischen Zentralbank zieht wie ein Lastenkran die Anleiherenditen nach oben. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Spekulation auf eine frühzeitige Erhöhung der US-Leitzinsen bleibt im Markt und beflügelt die Renditen der Staatsanleihen. So rentierten die zehnjährigen US-Treasuries erstmals seit Anfang Juli wieder über dem Niveau von über 2,6 Prozent. An den jüngsten US-Konjunkturdaten lag es nicht. Impulse kamen eher von der Fed-Sitzung, auch wenn Aussagen und Prognosen der Notenbanker nicht ganz widerspruchsfrei waren.

In der Eurozone bleibt die Stimmung gedrückt, trotz der erstaunlich guten Daten zur Industrieproduktion. Dazu passt auch die geringe Nachfrage der Banken nach dem ersten Langfristtender aus dem Billionen-Liquiditätsprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Märkte werteten dies als weiteres Indiz dafür, dass die EZB 2015 ein Quantitive Easing-Programm für Staatsanleihen auflegen wird. Marktimpulse erwartet Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, am kommenden Dienstag von den Einkaufmanager-Indizes für Deutschland, Frankreich und für die gesamte Eurozone, bei denen er zumindest von einer Stabilisierung ausgeht. Deshalb dürfte sich, so Gäde, der zaghafte Aufwärtstrend der Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen fortsetzen.