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Wirtschaftscluster
26.08.2014

Die Nähe von Zulieferern und Wettbewerbern kann die Innovationskraft stärken. Ein Überblick zu Wirtschaftsclustern in Deutschland und worin ihre Vorteile liegen.

Die Ursprünge des Hamburger Hafens reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Heute ist das maritime Cluster einer der größten Wirtschaftsfaktoren der Hansestadt. (Foto: picture alliance / dpa)

Der direkte Zugang zu Rohstoffquellen war in der Vergangenheit Voraussetzung für die Bildung eines Wirtschaftsclusters. Zum Beispiel im Bergbau und der dazugehörigen Stahlindustrie. Heute entstehen Cluster, wenn sich Großunternehmen oder Forschungseinrichtungen in einer Region ansiedeln sowie durch politisch geförderte Projekte wie etwa Technologieparks. Nach der Niederlassung eines großen Unternehmens können weitere Wettbewerber aus der Branche folgen. Auch Zulieferer oder weiterverarbeitende Betriebe folgen solchen Standortgründungen.

Faktoren für die Clusterbildung

  • Kurze Wege für die Produktion oder zu Absatzmärkten sind günstige Standortfaktoren. Genauso wichtig ist eine gute Verkehrsanbindung, etwa zum Eisenbahnnetz, der Autobahn oder einer Wasserstraße.
  • Politische Rahmenbedingungen begünstigen die Entstehung. Eine Förderung durch Subventionen oder Steuervorteile ist ein Anreiz, zum Beispiel bei der gezielten Ansiedlung von Unternehmen.
  • Die räumliche und inhaltliche Nähe von Unternehmen verstärkt die Kommunikation und schafft intensive Netzwerke.
  • Durch Bündelung von Wirtschaftskraft und den schnelleren Wissensaustausch entstehen Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten.
  • Die Ansiedlung von Zulieferern um Produzenten fördert den wirtschaftlichen Austausch. Zudem wird die Lieferkette kürzer und dadurch verlässlicher.
  • Gemeinsame Liefer- oder Wettbewerbsbeziehungen entlang einer Wertschöpfungskette ermöglichen gemeinsame Synergien und Skaleneffekte.
  • Bildungseinrichtungen wie Universitäten oder Forschungsinstitute liefern zusätzliches Know-how für Forschung und Innovation.

Eine Bilderreise durch Deutschland zeigt 16 historische und moderne Beispiele erfolgreicher Wirtschaftscluster. Im Zentrum steht die Frage, warum sie sich an jenen Orten bildeten und in welchen Branchen es sie gab und gibt.

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