SUCHE

29.08.2014

Der Chef der Europäischen Zentralbank heizt die Bund-Rallye an. Die Erwartungen des Quantitive Easing in Europa sind weiter gestiegen. Notenbanksitzungen stehen jetzt im Vordergrund.

Beeindruckendes Bergpanorama: Der Blick von Jackson Hole auf die Grand Teton Mountains in Wyoming, USA. (Foto: picture alliance / Bruce Coleman / Photoshot)

Die Erwartungen bezüglich einer baldigen QE-Politik (Anleiheankäufe) durch die EZB werden immer erdrückender. Das beste Zeugnis dafür sind die zehnjährigen Bunds. Lag die Rendite am Beginn der vergangenen Woche noch bei 101 Basispunkten, ist heute ein japanisch anmutender Wert von 88 Basispunkten festzustellen. Auslöser für die Bund-Rallye war EZB-Präsident Draghi, der beim Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole/USA mit seinem Hinweis auf die deutlich gesunkenen Inflationserwartungen und seiner Versicherung alles zu tun, um Preisstabilität zu gewähren, den QE-Spekulationen Nahrung gab. Von fundamentaler Seite bekamen die Bunds dagegen nur teilweise Unterstützung. Die Lage an der geopolitischen Front dürfte den Bunds am ehesten genutzt haben, meint Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank. Das Eingeständnis Russlands, Soldaten „aus Versehen“ auf ukrainisches Territorium geschickt zu haben, hat die Spannungen verschärft.