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11.07.2014

Die Renditen sind weiterhin auf dem Weg nach Süden. Die aktuellen geopolitischen Risiken und schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone sorgen für steigende Bund-Kurse.

Am Boden: Der enttäuschte brasilianische Nationalspieler David Luiz nach dem Abpfiff des Fußball-WM-Halbfinales. (Foto: picture alliance / Pressefoto ULMER/Michael Kienzler)

Wie tief kann man fallen? Das fragten sich nicht nur die Brasilianer nach dem geschichtsträchtigen Fußballspiel gegen „Alemanha“, sondern auch viele Investoren in Bezug auf die Bund-Renditen. Letztere tauchten im zehnjährigen Segment am heutigen Donnerstag (10. Juli) unter die 1,20er Marke. Angesichts der Abwärtsdynamik bei den Renditen spricht aus Sicht von Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, technisch nichts dagegen, dass der bisherige Tiefenrekord von 1,16 Prozent in Kürze unterboten wird. Während das Renditeniveau kaum nachvollziehbar erscheint, ist die Bewegung nach unten auf mehrere Faktoren zurückzuführen. So haben die geopolitischen Risiken angesichts der Auseinandersetzungen in Israel und Palästina zugenommen, was die Flucht in Sicherheit begünstigt. Zudem trugen enttäuschende Konjunkturdaten wie die Industrieproduktion in Deutschland, Frankreich, Italien und Niederlande zum Abwärtstrend der Renditen bei. In den kommenden Tagen erwartet de la Rubia eine leichte Aufwärtstendenz bei den US- und Bund-Renditen.