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Rententrends 7/2014
21.07.2014

Trotz einer Erholung auf dem US-Immobilienmarkt konnten die Zahlen aus der Baubranche zuletzt nicht überzeugen. (Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Tetra-Images)

USA: Konjunkturrätsel und höhere Stabilitätsrisiken

Die US-Konjunkturdaten passen nicht zusammen. Ein Boom am Arbeitsmarkt und solide Geschäftsklimaindizes stehen schwachen Konsumdaten und einem wackeligen Bau- und Immobiliensektor gegenüber. Gleichzeitig scheint die Inflation sich von einem niedrigen Niveau aus zu beschleunigen. Die Finanzmärkte feiern demgegenüber neue Rekorde, sowohl an den Aktien- als auch an den Anleihemärkten. Darüber macht sich mittlerweile selbst die Notenbankchefin Janet Yellen Gedanken, wenngleich sie die entsprechenden Risiken für beherrschbar ansieht. Ein Kurswechsel sei nicht nötig. Dabei hat zuletzt die Bank für Internationale Zusammenarbeit (BIZ) vor zunehmenden Risiken der bisherigen Geldpolitik gewarnt und baldige Zinserhöhungen angemahnt. Ungeachtet dessen konnten weder die kurzfristigen noch die langfristigen Renditen nach oben ausbrechen. Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr hat die HSH Nordbank aufgrund eines ausgesprochen schwachen ersten Quartals von 2,2% auf 1,8% angepasst.

Eurozone: Konjunkturrisiken, Geopolitik und Spekulationen auf Anleihekäufe treiben Renditen in Richtung Tiefststände

In der Eurozone mehren sich die Abwärtsrisiken für die seit dem 2. Quartal 2013 zu beobachtende Konjunkturerholung. So haben die Stimmungsindikatoren ihren Zenit überstiegen, und auch die harten Fakten, wie zum Beispiel die Industrieproduktion, senden Schwächesignale. Das könnte nach Ansicht von Sintje Boie, Analystin der HSH Nordbank, bedeuten, dass der Aufschwung im zweiten Quartal nahezu komplett zum Erliegen gekommen ist. Die Jahresteuerung bewegt sich mit 0,5% im Juni unverändert auf niedrigem Niveau, ist aber zumindest nicht weiter abgesackt. Nach ihrem umfangreichen Maßnahmenpaket hat die EZB im Juli keine neuen Lockerungsschritte beschlossen, aber bisherige Beschlüsse wurden konkretisiert. Angesichts der Spekulationen auf Anleihekäufe durch die EZB sowie der gestiegenen geopolitischen Risiken haben die Renditen der 10jährigen Bundesanleihen ihre Tiefststände im Visier.

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