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24.07.2014

Zurückgetretener ukrainischer Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk: Angesichts der sich zuspitzenden Lage in Krisenregionen sind die Renditen unverändert gen Süden gerichtet. (Foto: picture alliance / Sven Simon)

Die Rentenmärkte haben zuletzt weiter Fahrt aufnehmen können, sodass die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen bis auf 1,14 Prozent zurückgefallen ist und die der Treasuries gleicher Laufzeit auf rund 2,50 Prozent nachgegeben hat. Damit haben die Bunds ihren Intraday-Tiefststand fast geknackt. Treiber für diese Entwicklung sind die zunehmenden geopolitischen Risiken. Insbesondere die Zuspitzung der Lage in der Ukraine mit dem Abschuss eines Passagierflugzeugs sowie die Eskalation der Gewalt in Israel beziehungsweise den Palästinensergebieten lässt die Anleger den sicheren Hafen der Staatsanleihen ansteuern. Eine Lösung der Krise ist in beiden Fällen bislang nicht in Sicht.

Damit sollten Treasuries und Bundesanleihen laut Sintje Boie, Analystin bei der HSH Nordbank, bis auf weiteres gut unterstützt bleiben – neue Zugewinne könnten ebenfalls auf der Agenda stehen. Auch der US-Dollar konnte von der zunehmenden Risikoaversion der Anleger gegenüber dem Euro profitieren.