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GfK-Studie
15.10.2013

Pflichterfüllung zählt zu den wichtigsten Tugenden in der Bundesrepublik. Doch je nach Bundesland schwankt der Anteil der Blaumacher unter den Angestellten und Arbeitern teils stark, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) festgestellt hat.

Faulenzer im Berliner Zoo (Foto: picture-alliance / dpa)

50 Prozent der Deutschen haben noch nie blaugemacht, bei 26 Prozent ist das letzte Mal Schwänzen länger als ein Jahr her. Das berichtet die WELT am Sonntag von einer GfK-Umfrage unter 1.000 Männern und Frauen ab 14 Jahren in Deutschland. Dabei zeigte sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Bundesländern: So sagten nur 36 Prozent der Berliner von sich, noch nie blaugemacht zu haben. Von den direkten Nachbarn in Brandenburg hingegen, behaupteten dies 75 Prozent.

Im Durchschnitt soll der Anteil der Blaumacher gerade in den neuen Bundesländern verhältnismäßig niedrig sein: „Dort geben nur 44 Prozent der Befragten an, jemals blaugemacht zu haben, während diese Quote in den alten Bundesländern bei 53 Prozent liegt,“ sagt Klaus Hilbinger, Studienleiter der GfK in Nürnberg.

Ebenfalls bemerkenswert: Je älter die Befragten sind, desto seltener haben sie in ihrem Leben schon einmal blaugemacht. „50 Prozent der 50- bis 59-Jährigen geben sogar an, noch nie geschwänzt zu haben“, so die WELT am Sonntag. Dagegen hätten 74 Prozent der 20- bis 29-Jährigen zugegeben, schon einmal unberechtigt selbst freigenommen zu haben.

Sind die Deutschen nun ein Volk notorischer Arbeitsverweigerer?, fragt die WELT am Sonntag. Hilbinger von der GfK antwortet: „Die Studie zeigt eindeutig, dass Deutschland über alle Regionen und Befragungsgruppen hinweg kein Land der Blaumacher ist.“