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28.03.2013

Die Märkte befinden sich zwar nach wie vor in eher unruhigem Fahrwasser, dennoch ist Stillhalten derzeit das Mittel der Wahl für die Notenbanker.

Ein Mann steht vor einem Geldautomaten in Zypern.

Ruhige Hand: Die EZB verfügt zwar über das passende Werkzeug, doch an der Zinsschraube wird die Notenbank vorerst nicht drehen. ( Foto:picture alliance / dpa)

Zieht man die Bundrenditen als Gradmesser für das Stressniveau in der Eurozone heran, befinden wir uns kurz vor einem Infarkt. Die zehnjährigen Renditen liegen deutlich unterhalb von 1,30 Prozent und damit in der Nähe der Niveaus, die im Juli 2012 erreicht wurden.

Damals spekulierten einige Marktbeobachter mit dem Ende der Eurozone und EZB-Chef Draghi sah sich zu seiner berühmt gewordenen „whatever it takes“-Äußerung veranlasst. Die Situation heute ist anders. Die Eurozone befindet sich keineswegs am Rande des Abgrunds. Zwar sind die Risikoprämien für Spanien und Italien, und sogar die für Frankreich und die Niederlande als Folge der plötzlichen Flucht in Bunds gestiegen. Die erreichten Niveaus sind jedoch überaus moderat.

Die EZB wird am kommenden Donnerstag vermutlich nicht an der Zinsschraube drehen, aber eine Zinssenkung möglicherweise kontroverser diskutieren als in der Vergangenheit. Insgesamt rechnen wir in den kommenden Tagen mit einer nur leichten Gegenbewegung bei den Bund-Renditen und einem etwas deutlicheren Renditeanstieg bei den amerikanischen Pendants.