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15.03.2013

Renditen der US-Treasuries durch gute Wirtschaftdaten im Aufwärtstrend. Der Euro trat zuletzt auf der Stelle. Vorlaufende Indikatoren könnten bald für Auftrieb sorgen.

Las Vegas: Europäer blicken zurzeit voller Neid auf die USA. (Foto: picture alliance / Design Pics)

Voller Neid blicken die Europäer momentan auf die USA. Obwohl das Problem der Haushaltskürzungen und der Schuldenobergrenze immer noch nicht gelöst wurde, ist die Stimmung ausgezeichnet. Die Konjunktur liefert in ungebrochener Regelmäßigkeit positive Signale.

Daraus nährt sich die vorsichtig aufkeimende Spekulation, die Fed könne schneller als erwartet ihr QE-Programm reduzieren oder gar beenden. Besonders überzeugt haben HSH Nordbank Analyst Stefan Gäde zuletzt die US-Arbeitsmarktdaten. Infolgedessen zeigen sich die Konsumenten trotz der drohenden Haushaltskürzungen ausgabefreudig. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Februar überraschend kräftig an. Mit dieser Rückenstärkung haben die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries wieder den Sprung über die Marke von 2,0 % geschafft. Gäde geht davon aus, dass sich der Trend in der kommenden Woche in Richtung 2,1 % fortsetzen wird. Für neuerlichen Schwung dürften die nächsten Wirtschaftsdaten sorgen.

Der Euro trat in den letzten Tagen auf der Stelle. Er konnte gegenüber dem US-Dollar die Marke von 1,30 USD nicht halten. Nach einem vorübergehenden Ausflug über 1,31 USD fiel der Euro auf 1,292 USD zurück und notiert aktuell unter 1,30 USD. Die Gemengelage war dabei unverändert: Schlechten Daten und Nachrichten aus der Eurozone standen guten Zahlen aus den USA gegenüber.

Darüber hinaus spekulieren einige Marktteilnehmer auf eine Leitzinssenkung in Europa sowie einen vorzeitigen Ausstieg der US-Notenbank aus ihrem QE-Programm. Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, erwartet, dass der Druck auf die Gemeinschaftswährung zunächst anhalten wird, da er weiterhin mit erfreulichen US-Konjunkturdaten rechnet. Allerdings könnten die vorlaufenden Indikatoren der Eurozone, die im Laufe der kommenden Woche veröffentlicht werden, eine wirtschaftliche Trendwende andeuten und für Auftrieb sorgen. Dann wären nach Ansicht von Gäde auch wieder Kurse deutlich über 1,30 USD denkbar.

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