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01.03.2013

Die Rentenmärkte erholen sich langsam vom Italien-Schock. Die Renditen der Bundesanleihen ziehen wieder an. Entspannung gab es für den Euro, unter anderem, weil Gerüchte über einen Zinsschritt nicht zündeten. Positive Wirtschaftsdaten aus den USA könnten den Euro aber bald wieder unter Druck setzen.

Kraft durch Ruhe: Die Notenbanker taten zu ihren Zinsterminen das Richtige - nichts. (Foto: picture alliance / Arco Images)

Die europäischen Rentenmärkte erholen sich langsam vom Italien-Schock. Die Renditen der Bundesanleihen ziehen wieder an. Entspannung gab es für den Euro, unter anderem, weil Gerüchte über einen Zinsschritt nicht zündeten. Positive Wirtschaftsdaten aus den USA könnten den Euro aber bald wieder unter Druck setzen.

Europa erholt sich langsam vom Schock der Italien-Wahl. Profitiert haben vor allem die Peripheriestaaten. Ihre Anleiherenditen begaben sich in den vergangenen Tagen wieder auf den Rückzug. Die Nachfrage nach Bundesanleihen als sicherer Hafen klingt langsam ab. Nach dem Rückschlag auf 1,41% kletterten die Renditen der zehnjährigen Bunds aktuell bis knapp unter 1,50%. Das Niveau hält Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, für zu niedrig und rechnet kommende Woche mit einem Renditeanstieg in Richtung 1,60%.

Der Euro hat zuletzt den Abwärtstrend gegenüber dem US-Dollar stoppen können. Nach einem vorübergehenden Tiefststand bei 1,296 USD verbesserte sich der Euro auf aktuell über 1,31 USD. Damit ist zumindest ein Teil des Italieneffektes wieder ausgeglichen worden. Grund dafür war nach Ansicht von HSH Nordbank-Analyst Stefan Gäde die unbegründete Spekulation auf eine Zinssenkung der EZB. So unterstützten die Notenbanker allein durch ihr Nichtstun den Euro. Fundamental machen allerdings die Vereinigten Staaten die bessere Figur. Trotz der immer noch nicht gelösten Haushaltsprobleme bleibt die US-Konjunktur auf ihrem moderaten Wachstumspfad. Ganz anders ist die Lage in Europa. Die Wirtschaft wird auch im ersten Quartal 2013 kaum gute Nachrichten liefern. Deshalb könnten schwache Daten aus der Eurozone und gute Zahlen aus den USA den Euro gegenüber dem US-Dollar in der kommenden Woche erneut unter Druck geraten lassen. HSH Nordbank-Analyst Stefan Gäde geht bestenfalls von einer Seitswärtsbewegung knapp über 1,30 USD aus.