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20.02.2013

Die Politik bewegt wieder die Märkte. An den Währungsmärkten erwarten die Volkswirte der HSH Nordbank eine erhöhte Volatilität wegen der Diskussionen über einen Währungskrieg.

Spanier demonstrieren gegen Korruption. (Foto: picture alliance / Cordon Press)

Spanier demonstrieren gegen Korruption. (Foto: picture alliance / Cordon Press)

An den Rentenmärkten macht sich Nervosität im Vorfeld der Wahlen in Italien sowie Unsicherheit über ein mögliches Rettungspaket für Zypern bemerkbar. Die insgesamt positiven Konjunkturdaten rücken in diesem Umfeld nahezu in den Hintergrund.

USA

Die vergangenen Wochen waren geprägt von recht freundlichen Konjunkturzahlen. Dennoch stiegen die Renditen der zehnjährigen T-Notes kaum. Das lag an der weiter bestehenden Unsicherheit über den Ausgang der Budgetverhandlungen sowie Nervosität über die anstehenden Wahlen in Italien. Zudem hat Fed-Chef Bernanke verdeutlicht, dass er an dem laufenden Anleiheankaufprogramm festhalten wird. Für die nächsten Wochen erwarten wir eine Bestätigung der wirtschaftlichen Erholung. Die Fortschritte bei den Haushaltsverhandlungen dürften sich jedoch in Grenzen halten und den Renditeauftrieb zunächst weiter dämpfen, wenngleich sich der Anstieg über das Gesamtjahr fortsetzen sollte.

Eurozone

Korruptionsskandal in Spanien, Berlusconis steigende Chancen bei den Wahlen in Italien, Verhandlungen über das umstrittene Hilfsprogramm für Zypern und eine ordnungspolitisch fragwürdige Umschuldung für die Bad Banks aus Irland – das sind die Themen, welche die Anleger in den vergangenen Wochen beschäftigt und insgesamt die Rallye bei den Peripheriestaatsanleihen gebremst haben. Dazu kamen noch gemischte Konjunkturdaten aus der Eurozone, die den Glauben an die vielzitierte „Erholung ab der zweiten Jahreshälfte“ etwas schwieriger machen.

Entsprechend hat sich auch das Eurokrisenbarometer der HSH Nordbank zeitweise deutlich nach oben bewegt. In diesem Umfeld haben sich die zehnjährigen Bund-Renditen in den vergangenen vier Wochen in der Bandbreite zwischen 1,50% und 1,70% bewegt. Wir gehen davon aus, dass sich die konjunkturelle Lage stabilisieren wird, was zu einem Renditeanstieg führen sollte. Störfeuer könnte von Italien kommen, wo am 24. und 25. Februar gewählt wird.