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18.01.2013

Auf den Devisenmärkten ist neuer Euro-Optimismus eingekehrt. Der Euro konnte gegenüber den wichtigsten Währungen zum Teil deutlich zulegen.

Euromünze

Euro-Fanshop in der EZB: Die Gemeinschaftswährung zeigt Stärke und ist an den Devisenmärkten zurzeit beliebter als andere Leitwährungen. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Euro zeigt Stärke. Die EZB-Sitzung in der vergangenen Woche hat klargestellt, dass sich die Eurozone stabilisiert und eine Leitzinssenkung nicht vorgenommen wird. Das ist der Grund für den neuen Euro-Optimismus, der auf den Devisenmärkten eingekehrt ist, meint Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank. Infolgedessen konnte der Euro gegenüber den wichtigsten Währungen zum Teil deutlich zulegen.

Gegenüber dem US-Dollar bleibt der Euro auf der Überholspur. Er stieg zwischenzeitlich sogar über 1,34, fiel dann aber wieder etwas zurück. In der kommenden Woche rechnet Gäde mit einem neuen Anlauf des Währungspaares auf die Marke von 1,34.

In ganz neue Regionen ist der Euro gegenüber dem Schweizer Franken vorgestoßen. Er stieg von unter 1,21 am 10. Januar auf aktuell weit über 1,24. Nach Gädes Meinung verliert der Schweizer Franken als sicherer Hafen durch die Stabilisierung der Eurozone etwas an Bedeutung. Nach der für dieses Währungspaar auf Sicht der letzten 12 Monate ungewöhnlich starken Kursreaktion erwartet Gäde kurzfristig eine (technische) Korrektur.

Auch das britische Pfund musste gegenüber dem Euro Federn lassen. Der Euro stieg von einem Niveau um 0,815 auf zuletzt über 0,83. Dazu trug auch der britische Premierminister David Cameron bei. Er fährt innenpolitisch bei dem Thema eines möglichen EU-Austritts von Großbritannien einen abenteuerlichen Schlingerkurs. Darüber hinaus waren die letzten Konjunkturdaten der Briten wenig erfreulich. Auf Sicht der nächsten Tage gehen die HSH Nordbank-Analysten von einer Konsolidierung in der Spanne von 0,825 bis 0,835 aus.