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Die Schuldenkrise ist in den Blickpunkt der Anleger zurückgekehrt. Spaniens schlechte Wirtschaft und schwache Stimmungsindikatoren für die EU und Deutschland belasten die Märkte.

Verletzt, nicht verloren: Frankreich vom AAA-Rating herabgestuft. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, macht keinen Hehl daraus, dass er die jüngsten Daten aus der Wirtschaft und vom Arbeitsmarkt, mit Vorsicht betrachtet. Nach den Erwartungen der Analysten der HSH Nordbank werden sich die US-Regierung und die Opposition in den kommenden Wochen auf Steuererhöhungen und die Senkung der Staatsausgaben einigen. Im Anschluss dürfte es der Fed leicht fallen, die nach ihrer Einschätzung schwache Konjunktur zu stützen.

In Europa war in dieser Woche mit einer Einigung, einem nächsten entscheidenden Beschluss für das Griechenland-Problem gerechnet worden - und wurde enttäuscht. So bleibt weiter im Trüben, wie die wirtschaftlichen Zielvorgaben für den EU-Partner abgesenkt werden, und welches Land dafür wie viel Geld zahlt. Unsicherheit und Zeitverlust sind die Resultate, die an den Märkten - wie stets - unvorteilhaft wirken. Die Analysten der HSH Nordbank rechnen damit, dass immerhin im Laufe des Dezembers soviel Konsens in der Politik erreicht wird, dass die Auszahlung der nächsten Tranche der Griechenlandhilfe erfolgen kann.

Die aktuellen Trends an den Rentenmärkten zeigen stärkeres Vertrauen auf ein Gelingen der Griechenland-Rettung. Die Analysten der HSH Nordbank gehen von leicht anziehenden Renditen bei Bundesanleihen aus.

Der Euro konnte in den vergangenen Tagen gegenüber dem US-Dollar erneut zulegen. Weder die Herabstufung des Ratings von Frankreich durch Moody's noch die Verschiebung der Griechenlandhilfe konnten den Trend stoppen. Die Analysten der HSH Nordbank erwarten, dass sich der Euro-Dollar-Wechselkurs weiter in Richtung der 1,30er-Marke entwickelt.

Frankreich, die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt, meldet derzeit zwar in der Tat verschlechterte Daten in bezug auf Arbeitslosigkeit und Konjunktur. Doch die Regierung hat wirksame Schritte zur Förderung der Wirtschaft auf den Weg gebracht, weitere  Reformen werden folgen. Viele der sorgenvollen Stimmen zur abnehmenden Wirtschaftsmacht im Nachbarland scheinen den Analysten der HSH Nordbank übertrieben.