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29.10.2012

Die Schuldenkrise ist in den Blickpunkt der Anleger zurückgekehrt. Spaniens schlechte Wirtschaft und schwache Stimmungsindikatoren für die EU und Deutschland belasten die Märkte.

Wolkenverhangen: Für Spanien sind die Wirtschaftsaussichten unklar. (Foto: picture alliance / Fabian Stratenschulte)

Europa ist auf den Boden der Realitäten zurückgekehrt. Die Schuldenkrise ist wieder stärker in den Blickpunkt der Anleger gerückt. Der jüngste EU-Gipfel hat in puncto Spanien und Griechenland keine Neuigkeiten gebracht. 

Damit hat die Furcht vor einer Zahlungsunfähigkeit von Spanien wieder zugenommen. Überraschend schlechte Wirtschaftsdaten der Iberer und die Herabstufung von fünf spanischen Regionen durch die Ratingagentur Moody’s um ein bis zwei Stufen haben die Märkte ernüchtert. Infolgedessen sind die Renditen der spanischen Anleihen gestiegen. Die Verhandlungen mit Griechenland ziehen sich hin. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass den Griechen zwei zusätzliche Jahre zur Erreichung der Schuldenziele eingeräumt werden.

Darüber hinaus haben die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone kräftig nachgegeben und den Rezessionstrend bekräftigt. Überraschend schwach fielen die für Deutschland veröffentlichten Zahlen aus. Der PMI fiel um 1,1 auf 48,1 Punkte. Einen erstaunlichen Rückgang zeigte auch der Ifo-Geschäftsklima-Index, der von 101,4 auf 100,0 Punkte fiel. Zwar sind die Geschäftserwartungen stabil geblieben, aber die Einschätzung der Lage hat sich klar verschlechtert.

Neue Aufschlüsse geben in dieser Woche die Inflationszahlen: der Verbraucherpreisindex für Deutschland am Montag und der HCPI für die Eurozone am Mittwoch. Die HSH Nordbank-Analysten rechnen mit keiner Beschleunigung der Inflation.