SUCHE

03.09.2012

Die Spannungen am Ölmarkt nehmen zu. Grund dafür sind die anhaltenden Konflikte in Syrien und im Iran – aber auch Hurrikan Isaac, der in den USA für Produktionsausfälle sorgte.

Wolkenverhangene Stadt

Lahmgelegt: Hurrikan Isaac sorgt für Ausfälle in der US-Ölproduktion. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Ölpreis steigt weiter an. Die Gründe dafür sind vielfältig, beobachten die Volkswirte der HSH Nordbank in ihrem jüngsten Researchbericht zum Ölmarkt. Konfliktpotenzial bietet der Atomstreit mit dem Iran und auch die unübersichtliche Lage in Syrien gibt Anlass zur Sorge. Gleichzeitig sinkt das Ölangebot aufgrund von Instandhaltungsarbeiten in der Nordsee und dem Höhepunkt der Hurrikan-Saison im Atlantik.

Dennoch gehen die Researchexperten der HSH Nordbank nicht davon aus, dass sich der Ölpreisanstieg ungebremst fortsetzen wird. Sintje Boie erklärt: „Wir rechnen damit, dass es auf kurzfristige Sicht sogar Rückschlagspotenzial für den Ölpreis gibt.“ So dürfte die europäische Schuldenkrise in den kommenden Monaten weiterhin für Unruhe an den Finanzmärkten sorgen und damit Konjunkturängste schüren. Dies wiederum könne zu nachgebenden Ölnotierungen führen. „Angesichts der Spannungen im Iran ist es aber unwahrscheinlich, dass der Preis für Brent unter die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel fällt“, ergänzt Sintje Boie.