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27.09.2012

Nachdem der Ölpreis (Brent) seit Ende August zunächst weiter nach oben kletterte, ist es in den vergangenen Tagen zu einer spürbaren Preiskorrektur gekommen - die gestiegenen Preise waren ohnehin fundamental kaum zu rechtfertigen. 

Grafik: Entwicklung des Ölpreises (Brent in USD / Barrel) seit September 2010.

Die Entwicklung des Ölpreises (Brent in USD / Barrel) seit September 2010. (Quelle: Bloomberg)

Seit Ende August hat sich der Ölpreisanstieg zunächst weiter fortgesetzt, so dass die Notierung für die Ölsorte Brent kurzfristig ein Niveau von knapp 118 USD/Barrel erreicht hat. Damit sind aber die Höchststände von Anfang des Jahres noch nicht wieder ins Visier geraten. Zuletzt sind die Ölnotierungen deutlich gesunken.

Der zu beobachtende Preisanstieg war hauptsächlich auf die gestiegenen Erwartungen der Marktteilnehmer auf die Ankündigung eines neuen Anleiheankaufprogramms durch die Fed bzw. die tatsächliche Entscheidung der Notenbank zu diesem Schritt zurückzuführen. Die Handlungsbereitschaft der Fed hat die Stimmung an den Finanzmärkten spürbar verbessert, so dass die Marktteilnehmer eine höhere Risikoneigung zeigten und vermehrt in weniger sichere Anlageklassen wie den Ölmarkt investiert haben.

Der Preisrutsch der letzten Tage macht aber deutlich, dass die gestiegenen Ölpreise kaum fundamental zu rechtfertigen waren und daher nicht nachhaltig sein können. Angesichts der für die Weltwirtschaft weiterhin bestehenden Risiken – die europäische Schuldenkrise ist noch nicht beendet und birgt die Gefahr einer noch stärkeren konjunkturellen Talfahrt – rechnet Sintje Boie von der HSH Nordbank damit, dass der Brent-Preis auch auf Sicht der kommenden Wochen auf seinen derzeitigen gedrückteren Niveaus verbleiben bzw. noch weiter nach unten tendieren könnte.