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Wirtschaft
17.08.2012

Die Wirtschaft in Deutschland wuchs im zweiten Quartal 2012 um 0,3 Prozent. Hingegen ist die Wirtschaftsleistung in der Eurozone geschrumpft.

Angela Merkel und Philipp Rösler

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) können sich im zweiten Quartal 2012 noch über ein leichtes Wirtschaftswachstum freuen. (Foto: picture alliance / dpa)

Nach vorläufigen Zahlen ist die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Damit hat sich die Wachstumsdynamik im Vergleich zum Jahresauftakt, als die Wirtschaft noch mit 0,5 Prozent zulegte, zwar verlangsamt. Doch Deutschland kann sich den innerhalb der Eurozone vorherrschenden rezessiven Tendenzen entziehen.

Für die Eurozone insgesamt wurde für das zweite Quartal eine um 0,2 Prozent schrumpfende Wirtschaftsleistung gemeldet, nach einer Stagnation in der Vorperiode. „Auf Dauer kann sich Deutschland aber nicht der konjunkturellen Abschwächung in der Eurozone entziehen“, so Sintje Boie aus dem volkswirtschaftlichen Research der HSH Nordbank.

Die Stimmungsindikatoren weisen auf eine moderat schrumpfende Wirtschaftsleistung im dritten Quartal hin. Demnach würde sich der Konjunktureinbruch in der Eurozone zeitlich verzögert auch in Deutschland bemerkbar machen. Zum Jahresende sollte die deutsche Wirtschaft wieder wachsen; entsprechend dürfte die Wachstumsrate für das Gesamtjahr 2012 bei knapp einem Prozent anzusiedeln sein. Für die Eurozone insgesamt könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) angesichts der notwendigen Haushaltskonsolidierung auch im dritten Quartal nochmals schrumpfen, bevor es dann allmählich wieder zulegen kann. „Für 2012 ergäbe sich so eine im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent schrumpfende Wirtschaft“, schreibt Sintje Boie.

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