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Wirtschaft
31.07.2012

Der Konflikt mit dem Iran über die Entwicklung von Atomwaffen bietet Unterstützung für den Ölpreis. Angesichts der weltweiten Konjunkturrisiken erwarten die Experten der HSH Nordbank keinen ungebremsten Preisanstieg für den Rohstoff.

Der Anstieg des Ölpreises sollte sich wegen der weltweiten Konjunkturrisiken nicht ungebremst fortsetzen. (Foto: picture-alliance / Sodapix AG)

Der Konflikt mit dem Iran über die Entwicklung von Atomwaffen bietet Unterstützung für den Ölpreis. Angesichts der weltweiten Konjunkturrisiken erwarten die Experten der HSH Nordbank keinen ungebremsten Preisanstieg für den Rohstoff.

Nachdem der Ölpreis der Marke Brent im vergangenen Juni angesichts der Entspannung im Iran-Atomkonflikt sowie der für die Weltwirtschaft zunehmenden Konjunkturrisiken seinen bisherigen Jahrestiefststand bei knapp unter 90 US-Dollar je Barrel erreicht hat, konnte sich die Notierung seit Ende Juni erholen. Damit wurde der Preisverfall zunächst gestoppt.

Von Jahreshöchstständen entfernt

„Entscheidend für den gestiegenen Preis dürfte der unverändert schwelende Konflikt mit dem Iran sein, bei dem sich zuletzt abgezeichnet hat, dass keine Lösung in Sichtweite ist“, so Sintje Boie aus dem volkswirtschaftlichen Research der HSH Nordbank. Das derzeitige Ölpreisniveau ist jedoch weiterhin deutlich entfernt von den Höchstständen zu Jahresanfang, als das Barrel über 120 US-Dollar kostete.

Sintje Boie rechnet jedoch nicht damit, dass sich der Anstieg des Ölpreises ungebremst fortsetzen dürfte. Im Gegenteil: Ausgehend von den aktuellen Niveaus seien durchaus Rücksetzer für den Brentpreis möglich. Zwar sorgen die Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Iran-Konflikts und die Angst vor einer erneuten Verschärfung der Situation für eine im Ölpreis enthaltene Risikoprämie. Nichtsdestotrotz sind die Risiken für die Weltwirtschaft derzeit virulent und könnten sich in einem sinkenden Ölpreis manifestieren.

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