SUCHE

04.06.2012

Die Torres KIO in Madrid sind unter anderem Sitz der angeschlagenen spanischen Bankia-Gruppe. (Foto: picture alliance / RelaXimages)

In der Schuldenkrise ist noch keine Wende in Sicht. Zu den Sorgen um einen Austritt Griechenlands gesellte sich zuletzt eine erhöhte Skepsis der Investoren hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit Spaniens. Denn dort zeichnet sich weiterer Kapitalbedarf für das Bankensystem ab, der den Staatshaushalt belasten dürfte. Angesichts der angespannten Kapitalmärkte hat sich somit die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Spanien letztlich doch auf den Rettungsschirm zurückgreifen muss. „Auch für die kommenden Tage rechnen wir damit, dass sich die Flucht in Bunds und Treasuries fortsetzen wird“, so die Volkswirte der HSH Nordbank. Eine nachhaltige Umkehr der derzeitigen Tendenzen scheine erst dann möglich, wenn das zentrale Risiko, nämlich ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone, an Wahrscheinlichkeit verliere. Seitens der EZB könnte nächste Woche allerdings Unterstützung in Form einer Leitzinssenkung kommen. An den Devisenmärkten dürfte der Mangel an Fortschritten in der Schuldenkrise den Euro vor allem gegenüber dem US-Dollar weiter an Wert verlieren lassen.