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Wirtschaft

Perspektiven für die Containerschifffahrt hellen sich auf

04.06.2012

Im ersten Quartal 2012 haben sich die Perspektiven für die Containerschifffahrt aufgehellt. Die Frachtraten machten einen großen Sprung nach oben. Dennoch waren die Ergebnisse der Linienreedereien wenig erfreulich.

Container im Hamburger Freihafen: 2012 soll der globale Containerverkehr um 6,7 Prozent steigen. (Foto: picture-alliance)

Für die Verbesserung der operativen Ergebnisse der Liner im weiteren Jahresverlauf spricht aus Sicht der HSH Nordbank neben dem generellen Anstieg der Frachtraten die Ankündigung zahlreicher Reedereien, Zuschläge für die Hochsaison erheben zu wollen. Ferner sind die Aussichten für die Trampreeder jetzt besser. Im März haben die den Frachtraten nachlaufenden Charterraten ihren Abwärtstrend verlassen und bewegen sich langsam wieder aufwärts.

Das langsamere Wachstum der Konjunktur in China und der gesamten Welt bleibt nicht ohne Einfluss auf die Containerschifffahrt. 2012 rechnen die Experten mit einem Anstieg des globalen Containerverkehrs von 6,7 Prozent und 2013 von 8,1 Prozent. Motoren des Wachstums sind die Nord-Süd-Verkehre und die Verkehre mit dem Nahen Osten und Indien sowie die Verkehre innerhalb Asiens.

Nach den Fracht- haben jetzt auch die Charterraten die Wende geschafft. Die Analysten der HSH Nordbank erwarten, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt. Allerdings sind die Charterraten noch niedrig und das Überangebot an Tonnage sowie die sich abschwächende Konjunktur zügeln den Aufschwung. Die Rückkehr zum Marktgleichgewicht wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Profitieren werden zunächst nur die Linienreedereien. Ein auskömmliches Ratenniveau auf dem Chartermarkt wird nicht vor Ende 2013 erwartet.

Kapitalmärkte

Die internationalen Aktienmärkte standen in den vergangenen Wochen unter Druck und verzeichneten zum Teil beträchtliche Kurseinbußen. Besonders stark betroffen war das Schifffahrtssegment. Zu den größten Verlierern zählen in erster Linie die Aktien der Linienreedereien, die im ersten Quartal 2012 kräftige Verluste einfuhren.