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15.06.2012

Griechenland bereitet sich auf erneute Parlamentswahlen vor. (Foto: picture alliance / dpa)

Dem Verbleib Griechenlands in der Eurozone ist eine leicht höhere Wahrscheinlichkeit beizumessen als einem Austrittsszenario; nichtsdestotrotz ist die Wahrscheinlichkeit für letzteres in den vergangenen Wochen signifikant gestiegen, schreibt Sintje Boie aus dem Research der HSH Nordbank im Wochenbarometer vom 14. Juni. Gewinnen die radikalen Kräfte bei den Wahlen die Oberhand, die den mit der Troika vereinbarten Sparkurs ablehnen, droht Griechenland wohl der Austritt aus der Eurozone. Denn von dem Konsolidierungskurs dürften die Kreditgeber nicht komplett abrücken wollen – trotz aller Bereitschaft, das Land in der Eurozone zu halten. Alternativ könnten die dem Sparkurs aufgeschlossenen Kräfte eine Mehrheit erreichen, was Griechenland den Verbleib in der Eurozone sichern würde. Die Mehrheit der Griechen möchte in Umfragen den Euro als Währung behalten – möglicherweise hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass dies nur mit einer Einhaltung der Verpflichtungen gegenüber den Kreditgebern möglich ist, so Boie.

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