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Wirtschaft
26.06.2012

Die Statue „Europa“ vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Die Schuldenprobleme in der Eurozone bleiben bestehen. (Foto: picture alliance / dpa)

Das Basisszenario der Volkswirte von der HSH Nordbank ist kurz vor den Parlamentswahlen in Griechenland von besonders hoher Unsicherheit geprägt: Sie gehen davon aus, dass es letztlich doch zu einer eurofreundlichen Regierungsbildung kommen wird. Damit sollte auch eine allmähliche Entspannung an den Finanzmärkten möglich sein. Entsprechend könnte auch die Fluchtbewegung in Treasuries und Bundesanleihen tendenziell nachlassen und zu einem Renditeanstieg führen. Da allerdings die Schuldenprobleme in der Eurozone fortbestehen werden und der Prozess ihrer Bewältigung auch zukünftig von Rückschlägen geprägt sein dürfte, ist erst einmal noch mit vergleichsweise niedrigen Renditeniveaus zu rechnen. Sorgen bereitet weiterhin Spanien, denn nach wie vor sind die Details des Rettungspakets für den dortigen Bankensektor ungeklärt. Darüber hinaus ist Italien zuletzt wieder spürbar an den Märkten unter Druck geraten.

Für niedrige Renditen bei Bundesanleihen spricht auch, dass die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum verhalten bleiben wird. „Auf die zuletzt weiter gestiegenen Rezessionsrisiken sollte die Europäische Zentralbank (EZB) mit einer Leitzinssenkung reagieren“, so die Volkswirte der HSH Nordbank. Trotz der sich fortsetzenden Vergemeinschaftung von Risiken innerhalb der Eurozone dürften Bundesanleihen als sichere Häfen attraktiv bleiben, zumal vergleichbare Emittenten ebenfalls an Bonität einbüßen.

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