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10.04.2012
Der Vertrag zum Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM

Der Vertrag zum Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM: Die Brandmauern um die Schuldenstaaten können den Geldmarkt stabilisieren. (Foto: picture alliance / Wiktor Dabkowski)

Die Rückkehr der europäischen Schuldenkrise in den Fokus der Marktteilnehmer versetzte den Renditen von Treasuries und Bunds einen Dämpfer. Auch dürfte die Hoffnung einiger Marktteilnehmer im Vorfeld der EZB-Sitzung auf eine stärkere Thematisierung der Inflationsrisiken und erste Hinweise auf einen Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik enttäuscht worden sein. Für die Woche nach Ostern rechnen die Experten der HSH Nordbank damit, dass Bunds als sichere Häfen gefragt bleiben und die Spreads der Peripheriestaatsanleihen auf ausgeweiteten Niveaus seitwärts tendieren. Sie halten es für unwahrscheinlich, dass die Renditen weiter in Richtung ihrer Extremniveaus vom Herbst letzten Jahres laufen. Dies dürften die seitdem errichteten Brandmauern aus EFSF und ESM sowie die demonstrierte Bereitschaft der EZB zur unlimitierten Vergabe langfristiger Liquidität verhindern. Die aktuelle Entwicklung sollte also ein Rücksetzer von vielen bei der Bewältigung der Schuldenkrise sein. Größeres Aufwärtspotenzial für den Wechselkurs von Euro in US-Dollar erwarten die Experten angesichts der diesseits des Atlantiks vergleichsweise schwachen Konjunktur sowie der mit der Schuldenkrise nach wie vor verbundenen Risiken vorerst nicht.