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02.04.2012
Die Schildkröte, Stier und Bär vor der Frankfurter Börse.

Die Schildkröte der Finanzagentur vor der Frankfurter Börse: Deutsche Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit rentieren wieder bei rund 1,80 Prozent. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Sowohl die Bundrenditen als auch die Renditen der US-Treasuries befanden sich zuletzt – nach ihrem Höhenflug Anfang letzter Woche – über das gesamte Laufzeitenspektrum im Rückwärtsgang. So rentieren zehnjährige Bunds inzwischen wieder in ihrer früheren Seitwärtsrange bei etwas über 1,80 Prozent; der Ausflug über die Zwei-Prozent-Marke war wohl zunächst nur kurzfristiger Natur. Zehnjährige Treasuries dürften angesichts der lediglich moderaten Konjunkturdynamik vorerst noch keinen nachhaltigen Renditeanstieg verzeichnen. In der Eurozone wirkt noch die Ernüchterung durch den jüngsten Rückgang der Einkaufsmanagerindizes nach, der einmal mehr signalisierte, dass die Situation weiter fragil ist. Insofern erwarten die Analysten der HSH Nordbank auch, dass sich die EZB auf ihrer Sitzung am Gründonnerstag abwartend zeigen und keine konkreten Hinweise auf weitere geldpolitische Maßnahmen geben wird. Für das Treffen der Finanzminister der Eurozone am Wochenende zeichnet sich eine Aufstockung der Rettungsfazilitäten ab. Dies ist für die Eurozone zwar eine gute Nachricht, da Ansteckungsrisiken vorgebeugt wird. Größere Marktbewegungen erwarten die Devisenexperten aus einer entsprechenden Entscheidung aber nicht. Der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar dürfte auch kommende Woche in einer Spanne zwischen 1,30 und 1,34 seitwärts pendeln.