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Tedx-Salon Hamburg
02.03.2016

Selbstfahrende Autos, Elektromobilität und Carsharing – die urbane Mobilität wird sich in den kommenden Jahren entscheidend verändern.

Damien Declerq, Leiter Business Development bei Local Motors

Damien Declerq, Leiter Business Development bei Local Motors (Foto: Sven Wied)

Glauben Sie, dass in 20 oder 30 Jahren noch Autos in unseren Städten fahren?
Damien Declerq: Wir werden in den Städten keine Autos mehr haben, wie wir sie jetzt kennen. Die Technik entwickelt sich sehr schnell. Künftig werden in den Städten vor allem Autos mit Elektroantrieb fahren, Verbrennungsmotoren wird es in den Cities nicht mehr geben. Auch unsere Art, Autos zu betrachten, wird sich verändern: Künftig wollen die ein Auto nicht mehr besitzen, sie wollen es hin und wieder nutzen und nehmen deshalb an einem Carsharing-Projekt teil. Und sie werden diese Autos nicht mehr selbst fahren. Die Technik wird es möglich machen, allen ein Chauffeurs-Erlebnis zu bieten.

Das klingt sehr vernünftig. Aber Menschen sind nicht immer vernünftig. Sie wollen schnelle Autos fahren und Spaß haben. 
Damien Declerq: Klar, stimmt. Der Besitz von Autos wird nicht aussterben. Aber sehen Sie sich junge Leute an: Die haben oft gar keine Lust, den Führerschein zu machen. Die haben keinen Spaß daran, eine Maschine zu bedienen, um von A nach B zu kommen. Das bietet ihnen keinen Mehrwert.

Individuelle Mobilität war ein hoher Wert, viele haben keine Lust, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Damien Declerq: Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass in Städten wie Berlin oder London nur 15 oder 20 Prozent der Leute großen Wert auf ein eigenes Auto legen – das sind meist ältere Leute. Jüngere haben einen viel pragmatischeren Blick auf Mobilität, sie sind umweltbewusster. Sie haben keine Lust, viel Geld für eine Metallbox auszugeben, die schnell an Wert verliert.    

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