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Stiftungsfinanzierung
29.09.2014

Fast siebzig Millionen Euro soll das neue Kinderkrankenhaus des Hamburger Universitätsklinikums kosten. Rund 57 Millionen stehen bereits zur Verfügung. Das fehlende Geld soll über eine Stiftungsfinanzierung eingeworben werden.

Beim 10. Stifterinnen-Frühstück der HSH Nordbank in Hamburg referierten Susanne Quante und Astrid Lurati (im Bild hinten stehend) vom Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf. (Foto: HSH Nordbank)

Die Stiftungsfinanzierung gewinnt auch in der Gesundheitswirtschaft an Bedeutung, da sich der Staat zunehmend als Geldgeber zurückzieht. Die so entstehende Finanzierungslücke muss durch Mittel aus privater Hand geschlossen werden. Geld von Stiftungen und anderen gemeinnützigen Organisationen spielen dabei eine immer größere Rolle. Prominentes Beispiel dafür ist das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg. Astrid Lurati leitet dort die Abteilung Finanzen, Susanne Quante ist für strategische Unternehmensentwicklung zuständig. Gemeinsam werben die 48-Jährige und die 47-Jährige seit Jahren Geld für Neubauten des UKE ein.

Momentan liegt ihnen insbesondere die Finanzierung einer neuen UKE-Kinderklink am Herzen. 56,5 Millionen haben sie schon zusammen. Dreizehn Millionen fehlen noch, damit am Ende die avisierte Summe von 69,5 Millionen Euro zur Verfügung steht. Soviel wird der Bau voraussichtlich kosten, deutlich mehr als geplant, denn die komplizierten Bauvorschriften der Hansestadt einzuhalten war teurer als gedacht. Immerhin ist das UKE über einhundert Jahre alt und rund um den Neubau steht alte Bausubstanz, in die sich das geplante Kinderklinikum einfügen muss.

„Ein ganzheitlicher Gesundheitscampus ist unser Ziel“, erklärt Susanne Quante im Rahmen eines „Stifterinnen-Frühstücks“ bei der HSH Nordbank in Hamburg: Unternehmerinnen, Stifterinnnen und Vertreterinnen von gemeinnützigen Organisationen – etwa 45 Frauen sind gekommen. Von ihnen erhoffen sich Astrid Lurati und Susanne Quante Hilfe in ihrem Fundraising-Endspurt. Immerhin: Für das Ende des laufenden Jahres ist der erste Spatenstich geplant.

Unter den zehn besten Krankenhäusern Deutschlands
Das UKE will ganz oben mitspielen. Im September rangierte das Krankenhaus im Nachrichtenmagazin „Focus“ schon auf Platz neun einer Liste mit den einhundert besten deutschen Krankenhäusern. Bei Transplantationen ist es bereits führend. Auch in Forschung und Ausbildung stehen die Hamburger gut da. Was jetzt noch fehlt, ist das neue Kinderkrankenhaus.