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Familienunternehmen
13.03.2014

Sozial engagiert, unabhängig und standorttreu – sind nach einer aktuellen Studie die Familienunternehmen in Deutschland. Das hat Folgen für Mitarbeiter und Führungskräfte.

Das Vertrauen deutscher Unternehmen in den Staat und seine Institutionen ist hoch. (Foto: picture alliance / dpa)

Die deutschen Familienunternehmen tun viel für ihre Mitarbeiter und ihr Land, sind dem Standort treu und zahlen gern Steuern. So fasst die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) die landläufigen Eigenschaften der Betriebe zusammen, die sich im Familienbesitz befinden. Es gibt deutliche Unterschiede zu Firmen mit anderen Besitzverhältnissen, hat eine Studie der Stiftung Familienunternehmen herausgefunden.

Mehr Engagement für Mitarbeiter

Die Themen Soziales und Mitarbeiter stünden in Familienunternehmen sehr viel stärker im Mittelpunkt als bei anderen Firmen. Das äußert sich darin, so die FAZ, dass 92,2 Prozent der Familienbetriebe es für wichtig halten, ihren Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Auch beim sozialen Engagement wie der Unterstützung von karitativen und sportlichen Aktivitäten, Vereinen oder Stiftungen zeige sich eine Diskrepanz: 59,7 Prozent der Familienunternehmen seien hier stark engagiert, gegenüber 43,7 Prozent der Nichtfamilienunternehmen.

„Zwischen der Familie und den Mitarbeitern gibt es in der Regel eine enge Verknüpfung“, sagt Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen. Deshalb hätten die Ziele, „das Überleben des Unternehmens langfristig zu sichern“ sowie „die Unabhängigkeit des Unternehmens zu wahren“, für Familienunternehmen einen deutlich höheren Stellenwert als für Nichtfamilienunternehmen.

Dem Standort Deutschland treu

Ein weiteres wichtiges Studienergebnis der Stiftung Familienunternehmen: 84,1 Prozent der Familienunternehmen gaben an, es sei ihnen wichtig, am Standort Deutschland ansässig zu sein. „Die Standorttreue der Unternehmen scheint in diesem Zusammenhang sowohl von wirtschaftlich-rationalen als auch von sozial orientierten Motiven getragen zu werden“, so Kirchdörfer. In dieser Frage unterschieden sich Familien- und Nichtfamilienunternehmen aus Deutschland allerdings kaum: Bei beiden sei das Vertrauen in den Staat und seine Institutionen – besonders im Vergleich zu anderen europäischen wie außereuropäischen Industrieländern – eher hoch.