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14.02.2014

Der Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), Prof. Dr. Thomas Straubhaar, kommentiert die Entscheidung der Schweizer, den Zuzug von Ausländern zu begrenzen.

Die Zugangsbeschränkung kostet die Schweiz viel Wohlstand, meint Prof. Dr. Thomas Straubhaar. (Foto: HWWI)

„Schweizer Unternehmen könnten sich künftig schwertun, Führungskräfte im Ausland zu finden“, sagt Thomas Straubhaar in der Börsen-Zeitung. Der gebürtige Schweizer sorgt sich um seine Heimat, dessen Bürger sich jüngst mit knapper Mehrheit für eine Zuzugsbegrenzung von Ausländern ausgesprochen haben. „Die Entscheidung berührt mich sehr negativ und reflektiert ein Bild der Schweiz, mit dem ich mich nicht identifiziere.“ Das Gefühl eines Dichtestresses mache sich bei vielen Schweizern breit, ihre Sorge sei, Agrarland würde verbaut und der Lebensraum beengt.

Das wird die Schweizer Volkswirtschaft sehr viel Wohlstand kosten.

Thomas Straubhaar

Weniger Wohlstand

Die Schweiz sei das weltoffenste Land Europas und habe mit die meisten Ausländer gemessen an der Gesamtbevölkerung. „Nun aber wird für alle Zuwanderer das Signal ausgesendet, dass sie eigentlich nicht willkommen sind, dass sie Probleme verursachen“, so Straubhaar in der Börsen-Zeitung. Die Schweiz habe entgegen allen Vorurteilen von der Zuwanderung der Fach- und Führungskräfte enorm profitiert. Sie erhöhe das Wachstumspotenzial und verbessere die Bildungsmöglichkeiten – auch und gerade der weniger qualifizierten Schweizer Arbeitskräfte. Mittel- bis langfristig könnte es für Höherqualifizierte und Jüngere nicht mehr so attraktiv sein, in die Schweiz zu ziehen, befürchtet Straubhaar. „Das wird die Schweizer Volkswirtschaft sehr viel Wohlstand kosten.“

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