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22.10.2012

Inside - Die BürgerStiftung Hamburg hilft benachteiligten Kindern und Jugendlichen, eine Basis für ihre Zukunft zu legen. Johanna von Hammerstein, die Vorstandsvorsitzende, erläuterte beim 3. Stifterinnenfrühstück der HSH Nordbank, wie wertvoll dabei die Arbeit der Ehrenamtlichen ist.

Engagiert für Benachteiligte: Johanna von Hammerstein, Vorstandsvorsitzende der BürgerStiftung Hamburg. (Foto: Kirsten Haarmann)

Unter dem Motto "Menschen verbinden - Zukunft stiften" fungiert die BürgerStiftung Hamburg als Dach für Stifter, Spender und Engagierte der Zivilgesellschaft. Ihre aktuellen Projekte eröffnen Kindern und Jugendlichen in benachteiligten Stadtteilen Chancen, die sie sonst nicht hätten. Dass hierfür finanzielle Unterstützung alleine nicht ausreiche, sondern gerade auch das ehrenamtliche Engagement einen hohen Stellenwert besitze, betont die Vorstandsvorsitzende Johanna von Hammerstein. Sie stellte die Arbeit der Stiftung den gut dreißig Stifterinnen, Unternehmerinnen und Vertreterinnen gemeinnütziger Organisationen vor, die an dem mittlerweile fest etablierten Stifterinnenfrühstück der HSH Nordbank teilnahmen.

Als vor rund 15 Jahren die Entwicklung, Bürgerstiftungen zu gründen, aus den USA nach Deutschland kam, war Hamburg eine der ersten Städte, die sich entschlossen, eine Bürgerstiftung zu gründen. Mit einem Stiftungskapital von rund 16 Millionen Euro sowie Treuhandstiftungen in Höhe von 12 Millionen Euro ist die BürgerStiftung Hamburg die größte Bürgerstiftung in Deutschland. Sie bietet Bürgern und Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, sich für das Gemeinwohl zu engagieren und damit das Gemeinwesen in Hamburg nachhaltig zu stärken.

Ehrenamtliches Engagement unverzichtbar

Im Gegensatz zu den Bürgerstiftungen in den USA legen die deutschen Stiftungen großen Wert auf ehrenamtliche Mitarbeit. Entsprechend hoch ist der Anteil Ehrenamtlicher in verschiedenen Bereichen, sei es in Arbeitsgruppen, im Anlagebeirat, in der Öffentlichkeitsarbeit, im Fundraising sowie den Projekten. Die hauptamtlichen Projektleiter begleiten das ehrenamtliche Engagement und bilden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Projekten aus. Die BürgerStiftung Hamburg hat eigens eine Arbeitsgemeinschaft für das Freiwilligenmanagement ins Leben gerufen, die unter anderem auch gemeinsame Aktionen plant. In der BürgerStiftung engagieren sich Hamburger für Hamburg – mit Ideen, Initiative, Erfahrung und Geld. Ohne den hohen Anteil ehrenamtlicher Mitarbeit könnte sie ihren Stiftungszweck nicht erfüllen.

Kräfte der Innovation mobilisieren

Die Bürgerstiftung fördert derzeit 60 Projekte mit 1.000 bis 100.000 Euro. Sie zielen darauf, Kindern und Jugendlichen in sozialen Brennpunkten über Musik, Theater, Tanz Kultur, Bewegung, Sport und Bildung sowie Sprach-, Lern- und Leseförderung Entwicklungsimpulse zu geben. Anschaulich und emotional hat Frau von Hammerstein einige der Projekte vorgestellt.

Mehr als 6.000 Kinder und Jugendliche erreicht die Stiftung damit jährlich. Dabei ist die Förderung durch die BürgerStiftung für die Projektinitiatoren wie ein Gütesiegel: Sie eröffnet im besten Fall zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten. 70 Prozent der eingesetzten Mittel stammen aus Spenden und Kooperationsmitteln, 30 Prozent aus den Erträgen des angelegten Stiftungskapitals.

Die vielen Fragen sowie die angeregte Diskussion im Anschluss an den Vortrag zeigten einmal mehr, wie hoch das Interesse am fachlichen und persönlichen Austausch in Stiftungsfragen ist.

Im Bereich Philanthropie, Stiftungen und Gemeinnützigkeit bietet das HSH Nordbank Private Banking unter der Leitung von Andreas Schiemenz eine einzigartige Kombination von Finanz-Know-how und langjähriger Erfahrung in der strategischen Beratung von Stiftungen, gemeinnützigen Organisationen und Trägern. Stiftungsberaterin Angela Krzykowski freut sich auch, neue Teilnehmerinnen beim nächsten Hamburger Stifterinnenfrühstück am 23. November 2012 begrüßen zu können. Bei Interesse setzen Sie sich gerne mit ihr unter angela.krzykowski@hsh-nordbank.com oder 040 3333 142 77 in Verbindung.