SUCHE

03.07.2012

Wer Risiken erkennt, findet Alternativen. Anhand eines Beispiels aus dem öffentlichen Nahverkehr erläutern Experten der HSH Nordbank, wie Unternehmen bei unsicherer Entscheidungslage ihre Chancen nutzen können.

Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs müssen nicht nur das Fahrgastaufkommen kalkulieren, sondern auch den tagesaktuellen Dieselpreis. (Foto: picture alliance / Sueddeutsche Zeitung Photo)

Jedes Geschäftsmodell muss mit Unsicherheit umgehen können: Zinssätze, Rohstoffpreise, Wechselkurse und auch die Nachfrage verändern sich ständig. Obwohl ein Unternehmen diese Faktoren meist nicht kontrollieren kann, muss es sich von diesen Risiken nicht treiben lassen. Wer sich besser auf sie einstellt als andere, verwandelt sie in klingende Münze.

„Wir durchleuchten Geschäftsmodelle mit einem umfassenden und komplexen Simulationsansatz“, sagt Dr. Frank Silber aus dem Bereich Corporate Advisory der HSH Nordbank. „So testen wir verschiedene Handlungsalternativen und filtern die Lösungen mit den besten Chancen-Risiko-Profilen heraus.“

Chancen messen

Unternehmer verstehen sich darauf, ihre Chancen am Markt einzuschätzen. Oft entscheiden sie dabei „aus dem Bauch“, vielfach liegen sie damit auch richtig. Manchmal jedoch nicht. Das kann beispielsweise an „Denkfallen“ unserer menschlichen Psyche liegen – von „overconfidence“ bis hin zum „availability bias“ ist die Managementliteratur voll davon. Gerade bei der realistischen Einschätzung von Risiken tut sich der Bauch oft schwer.

Mit ihrer softwaregestützten Simulationsanalyse, die nicht nur base case, worst case und best case sondern Tausende von Szenarien simuliert und testet, schaffen die Experten vom Corporate Advisory-Team der HSH Nordbank Abhilfe. Sie messen Risiken und stellen es der Risikotoleranz von Unternehmen gegenüber. Chancen werden erkannt und Handlungsalterativen aufgezeigt. Es werden nicht nur die Auswirkungen auf Unternehmensergebnis und -liquidität exakt berechnet, auch individuelle Steuerungskennzahlen sowie mögliche Auslöser für Einkauf, Verkauf oder andere Handlungsoptionen werden ermittelt. So können Unternehmer Weichen stellen, bevor sie ihr Bauchgefühl vielleicht auf einen falschen Weg führt.

Alternativen testen

Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs kaufen den benötigten Treibstoff, wie beispielsweise Diesel, je nach Fahrleistung tagesaktuell ein. Dagegen können sie ihre Fahrpreise lediglich einmal im Jahr anpassen, häufig sogar nur eingeschränkt im Rahmen von Verkehrsverträgen. Die Dieselpreisentwicklung hat somit erheblichen Einfluss auf das Unternehmensergebnis: Sie ist Chance und Risiko zugleich. Die Experten der HSH Nordbank haben dieses Beispiel simuliert und das Chancen-Risiken-Profil in einem Fächerchart dargestellt:

Entwicklung der ungesicherten Betriebsergebnisse und Szenarien für 2012

Quelle: HSH Nordbank

„Ausgehend von diesem Modell können wir gemeinsam mit dem Kunden Handlungsalternativen testen, um das Chancen-Risiken-Profil des Unternehmens zu verbessern“, so Phillip Voit-Avemarg aus dem Bereich Capital Markets. „Ansätze dafür sind Variationen der Einkaufszeiträume, Preissicherungen, Vertragsanpassungen, Swaps oder eine Kombination davon.“

Die „gesicherte“ Lösung ist betriebswirtschaftlich wesentlich vorteilhafter:

Entwicklung der gesicherten Betriebsergebnisse und Szenarien für 2012

Quelle: HSH Nordbank

„Glück zu haben“ ist keine Strategie

Es ist einfach: Wer mit der bestmöglichen Methode sucht, findet schneller und zuverlässiger die bestmögliche Entscheidung. Eine fundierte Szenarioanalyse liefert dabei wertvolle Unterstützung. „Dazu haben wir einerseits die Methode zur Verfügung und andererseits auch das Wissen über verschiedene Sicherungsinstrumente“, so Frank Silber von der HSH Nordbank. Die Analyse ist für Unternehmen oft nur ein kleiner Schritt. Im harten Wettbewerb kann sie jedoch der entscheidende Schritt voraus sein.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an die Experten der HSH Nordbank AG
Dr. Frank Silber, Tel.: +49-40-3333-15164 oder
Phillip Voit-Avemarg, Tel.: +49-40-3333-25223