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30.03.2012

Was einen guten Unternehmer ausmacht und wozu ausgewählte Persönlichkeiten Position beziehen.

Das Image von Wirtschaftsvertretern in der Öffentlichkeit hat sich offenbar gewandelt. Das Handelsblatt berichtet auf der Basis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa: Zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008 habe das Vertrauen zu Unternehmern und Managern einen Tiefpunkt erreicht. Nur ein Drittel der Bevölkerung der Bundesrepublik gab gegenüber Forsa zu der Zeit an, Vertrauen zu Unternehmern zu haben. Mittlerweile hat sich die öffentliche Meinung aber offenbar deutlich gebessert. Aktuell halten laut Handelsblatt 88 Prozent der Deutschen den Vorstandsvorsitzenden der Bosch AG, Franz Fehrenbach, für einen „idealen Unternehmer“.

„Wir sind sehr gut aus der tiefen Rezession herausgekommen, da hat uns unsere Exportstärke geholfen.“


Franz Fehrenbach ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Bosch AG. Laut Fehrenbach dämpft die Dimension der Verschuldung in Amerika und Europa das Wachstum. „Aber Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien und die ASEAN-Staaten wachsen weiter“, sagte er gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit. Auch die Energieumstellung wird seiner Meinung nach der deutschen Wirtschaft weitere Impulse geben. „Das Wachstum wird nicht mehr so stark sein wie in den vergangenen eineinhalb Jahren, aber weltweit gesehen, sind im langjährigen Schnitt noch 3,5 Prozent Wachstum drin“, schätzt er.
Quelle: www.zeit.de

„Unternehmensführung ist nicht die Beschäftigung mit Gegenwartsproblemen, sondern die Gestaltung der Zukunft.“


Daniel Goedevert ist ein deutscher Topmanager französischer Herkunft. Seine Karriere startete er als Autoverkäufer bei Citroën und wurde dort nach kurzer Zeit in den Vorstand berufen. Nach Stationen bei Renault und Ford war er zwischen 1991 und 1993 Vorstandsvorsitzender von Volkswagen.  Quellen: www.zitate.de, www.spiegel.de

„Von der Politik gut Gemeintes ist nicht immer auch das Richtige.“


Laut Marie-Christine Ostermann, Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer und geschäftsführende Gesellschafterin des Lebensmittelgroßhandels Rullko Großeinkauf GmbH & Co. KG, rechtfertigt Gleichberechtigung von Frauen in Führungspositionen keinen massiven Eingriff in die Vertragsfreiheit. Sie argumentiert gegen eine EU-weite Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte. Frauen könnten sich immer besser qualifizieren und sollten in den nächsten Jahren durch den Fachkräftemangel leichter Karriere machen, argumentiert die Politikerin. Quelle: www.junge-unternehmer.eu

„Unternehmen bewegen sich in einem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Umfeld.“

„Und immer mehr Selbstständige, Unternehmen und Institutionen denken nicht mehr im aggressiven Gegeneinander, sondern im konstruktiven Miteinander“, meint Holger Eggerichs, Wirtschaftsingenieur aus Lübeck. Eggerichs ist ein Gründungspate von cloudsters, einer virtuellen Arbeitsplattform. Quelle: http://www.dialog-ueber-deutschland.de (Foto: Holger Eggerichs / www.luebeck.cloudsters.net)

„Nahezu überall auf der Welt läuft es besser als erwartet. Wir spüren aktuell keinerlei Eintrübung.“

Stefan Dräger ist Vorstandschef des TecDax-Konzerns Dräger und äußerte sich gegenüber dem Handelsblatt zum außerordentlich erfolgreichen Geschäftsergebnis 2011. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro. Zum Kerngeschäft von Dräger zählen laut Handelsblatt die Medizintechnik, OP-Ausrüstung und Überwachungssysteme für Krankenhäuser sowie die Sicherheitstechnik, wie etwa Spezialhelme für die Feuerwehr. Quelle: www.handelsblatt.com

„Familienunternehmen werden heute viel stärker als Rückgrat der Wirtschaft und als Wachstumsmotor wahrgenommen als noch vor zehn Jahren.“

Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller ist Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG. Der Maschinen- und Anlagenbauer erwirtschaftete 2011 mit rund 8.600 Mitarbeitern zwei Milliarden Euro Umsatz.
Quelle: www.handelsblatt.com

„Es zeigt sich einmal mehr, dass Familienunternehmen Wachstums- und Jobmotor waren und sind, wie auch der direkte Vergleich mit den nichtfamilienkontrollierten Dax-Unternehmen zeigt.“

Prof. Brun-Hagen Hennerkes, Rechtsanwalt in Stuttgart, gründete die Stiftung Familienunternehmen und steht ihr seitdem vor. Im Vorwort der Studie „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen“ schreibt Hennerkes unter anderem über die Übereinstimmung von Eigentum, Risiko und Kontrolle. Eine sich aus diesem Zusammenspiel ergebende Unternehmenskultur zeige sich gegenüber den Turbulenzen des Weltmarkts robuster als die anonymer Publikumsgesellschaften. Quelle: www.familienunternehmen.de

„Herr Werner, sind Sie Träumer, Visionär oder Revolutionär?“, fragt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. – „Ein guter Unternehmer ist alles drei.“

So antwortet Götz Wolfgang Werner, Gründer der Drogeriekette dm, im Interview der Tageszeitung. Im Geschäftsjahr 2011 erreichte Werners Unternehmen mit 39.000 Mitarbeitern in 2.400 Filialen einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro. 2008 wechselte Werner vom Vorstand in den Aufsichtsrat von dm. Weitere Aufsichtsratsmandate hat er bei der Weleda-Gruppe und bei der GLS Bank inne. Quellen: www.faz.net, www.handelsblatt.de