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16.02.2012

Der Telekommunikationsmarkt ist hart umkämpft. Wie trotzdem eine stetige Wachstumsstory gelingen kann, zeigt das Unternehmen wilhelm.tel aus Norderstedt.

Unter einem Dach: Die Stadtwerke und die wilhelm.tel GmbH in Norderstedt. (Foto: wilhelm.tel GmbH)

Unter einem Dach: Die Stadtwerke und die wilhelm.tel GmbH in Norderstedt. (Foto: wilhelm.tel GmbH)

Erfolgsgeschichten beginnen oft im Kleinen. So auch im Jahr 1999, als die Stadtwerke Norderstedt, im Süden Schleswig-Holsteins, ihr Geschäftsfeld erweitern wollten und mit der wilhelm.tel GmbH ein Kommunikationsunternehmen gründeten. Mit dem Verlegen eines eigenen Breitband-Hochgeschwindigkeits-Telekommunikationsnetzes in Norderstedt – dem ersten in Deutschland überhaupt – waren sie der Zeit damals weit voraus. Der Clou: Die Glasfaserkabel reichten bis zu den einzelnen Haushalten – eine Anmietung von Leitungen bei Wettbewerbern war nicht mehr nötig.

„Es war eine sehr wichtige und richtige Entscheidung, in ein solches Glasfasernetz zu investieren und nicht in alte Technik“, berichtet Theo Weirich, seit den Anfangstagen Geschäftsführer von wilhelm.tel. Die Voraussetzungen waren ideal: „Wir fingen ganz neu an und konnten unser Geschäft mit einer gewissen Freiheit entwickeln, die andere so nicht hatten“, sagt Weirich.

Minimale Hemmschwellen

Von Beginn an hat wilhelm.tel Produkte geschaffen, die konsequent an den Kommunikationsbedürfnissen der Kunden ausgerichtet waren. „Die technischen Möglichkeiten des Glasfasernetzes standen dabei nie im Vordergrund, sondern stets der aus ihnen resultierende Nutzen für den Kunden“, so Weirich. Gleichzeitig habe wilhelm.tel immer Wert auf einen exzellenten und gleichzeitig für den Kunden kostenlosen Service gelegt. „Die Installationen durch unsere Servicemitarbeiter vor Ort sorgen bis heute dafür, dass die Hemmschwellen bei den Kunden gegenüber neuen Technologien und Endgeräten minimal sind“, nennt Weirich einen Grund für den rasanten Aufstieg von wilhelm.tel.

85 Prozent Marktanteil

Moderne Technik: Datenübertragung mit Lichtgeschwindigkeit. (Foto: wilhelm.tel GmbH)

Moderne Technik: Datenübertragung mit Lichtgeschwindigkeit. (Foto: wilhelm.tel GmbH)

Dass das Konzept funktioniert, kann man an den Zahlen ablesen: Die Reichweite von wilhelm.tel liegt mittlerweile bei mehr als 500.000 Menschen. Denn seit 2005 können auch Privat- und Geschäftskunden in benachbarten Städten und Gemeinden die modernen Netze der Norderstedter nutzen. In einigen Regionen beträgt der Marktanteil dabei stolze 85 Prozent. Das schlägt sich auch auf das Wachstum nieder: Im Jahr 2010 erwirtschaftete wilhelm.tel mit 54 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 31,2 Millionen Euro – das ist seit 2006 nahezu eine Verdoppelung.

Komplettes Multimediapaket

Die Norderstedter Wachstumsstory ist noch nicht beendet: Nach dem Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes 2010 baut wilhelm.tel nun ein Rechenzentrum auf. Hier fließen auch die Erfahrungen aus der Energie- und Versorgungsbranche der „Muttergesellschaft“ Stadtwerke Norderstedt in das Geschäftsmodell von wilhelm.tel ein. Auch Kooperationen spielen eine wichtige Rolle, denn „Investitionen in moderne Infrastrukturen sind nur dann lohnend, wenn es gelingt, sie rasch auszulasten“, so Weirich über den Vorteil dieser strategischen Allianzen.